Basenji Schensi Africa Dog

 

Wissenswerte Basenji Informationen

           

 

 

 

 

BASENJI Geschichte

 

"Die  Hunde sind wahrscheinlich die ältesten Haustiere der Menschheit."

Josef  H. Reichholf

 

Der Urvater der Hunde ist der Wolf. Nach dem neuesten Stand der DNA Forschung begann die Domestikation der Hunde http://dsc.discovery.com/news/2009/08/03/dog-domestication.html  wahrscheinlich in Afrika. Mit der Ausbreitung der Menschen kamen auch die Hunde in andere Gegenden der Welt. Basenji Typ Hunde  Schensis  leben als Jagdhelfer in der Äquatorzone in Afrika, auf den Philippinen, auf West Papua Neuguinea mit den Korowai, auf Sumatra mit den Bakta, und auf Borneo mit den Dayak, unter ähnlichen Bedingungen und in ähnlicher Beziehung zu den Menschen. Auf Borneo gibt es noch wenige Zwergelefanten ebenso wie bei den Pygmäen im Ituri Regenwald. 

 

Zwergelephanten

  

Fotos: WWF-Canon/Rick Weyerhaeuser

 

 

In der Frühzeit der noch fruchtbaren Sahara, einer Savannen - Landschaft, lebten Nomaden. Sie domestizierten Wildtiere. Sie begannen Haustiere zu züchten. Das erste Haustier wurde der Hund, der bei der Jagd nützlich war.  Als durch die Änderung der Monsunwinde die Sahara unfruchtbar wurde, wanderten die frühen Menschen ca. 7000 - 5000  v.Chr. mit ihren Jagdhunden an den Nil. Die Menschen wurden sesshaft. Die  Pharaonenzeit begann. 

 

Als Folge der bisher letzten Klima Veränderung in der Sahara vor ca.1000 Jahren wanderten die Menschen mit ihren Jagdhunden Richtung Süden. Es war der Beginn der Bantu - Wanderung in Afrika, einer Völkerwanderung erheblichen Umfangs. Die Bantus bewegten sich östlich bis zu den großen Seen und drangen südwärts in das Gebiet des Kongowaldes, dem heute übrig gebliebenem Lebensraum der Pygmäen, Zwergelefanten und Basenjis. Bis heute leben Basenjis in zwei verschiedenen Klimazonen, der Savanne und im Regenwald.

 

Savanne                                         Regenwald

Fotos Wikipedia

 

 

 

 Schensi Hunde  

 SCHENSI LOGO  © Jürg Furrer

schensi.ch/schensis.htm

 

 

 

Ist die Basenji Heimat Afrika? Ja 

 

 

Schensis gehören im Gegensatz zu Pariahs, die herrenlos sind, zu einer Person, haben einen Namen und einen Wert, sei es persönlicher Art als  Familienhund, oder als Marktwert. Schensi Hunde gehören zu den ältesten Vertretern des Canis familiaris. Basenjis, frühe Urhunde, die statt bellen eher "jodeln" heulen, sind in Kiswahili ( Bantu Sprache ) als Schensi Hunde bekannt. Der Name Basenji ist aus  der Bantusprache abgeleitet. Sie sind erkennbar durch Stehohren, ein rötliches Fell und kurzes Haar. Basenjis leben im Hackbaugürtel in der Äquatorzone im Rudel mit den Nomaden, sie müssen aber selbst mit für ihr Überleben sorgen.

 

Schensi-Basenji in Afrika heute

Foto mit freundlicher Genehmigung Jiri Rotter

 

 

 

Die überzeugendste Theorie, die die Abstammung der Basenjis erklären könnte, bezieht sich auf die Felsenmalereien in der Sahara im Norden Afrikas. Die Felsenmalereien und Reliefs zeigen Jagdszenen mit Hunden, die Basenjis sehr ähnlich sind. Im 21.Jahrhundert sind weitere Malereien entdeckt worden und müssen ausgewertet werden.

 

 

Schensi Hunde Felsenzeichnung Teshouinat

Foto Sahara Art Rupestre  Les Editions de L'amateur

 

 

Felsenmalerei mit Jagdhunden Tadrart  

Foto Peter v. Sengbusch

 

Felsenrelief

ennedi.free.fr/photo5.html  Jagd mit Basenjis

 

 

 

 

 

 

Basenjis im Alten Ägypten

 

Die Ägypter gelten bei manchen Kynologen als die ältesten  Hundezüchter der Welt. So ist denkbar, dass der Basenji im Zeitalter der Pharaonen planvoll gezüchtet wurde, als Familienhund und als Jagdhund.

 

 

 

Basenjis geliebte Familienhunde im alten Ägypten   Stele des Iti

Courtesy Museo Antichita Egizie di Torino

 

 

Mehr Information

" Der Hund als geliebtes Haustier im alten Ägypten "   Eveline Zahradnik   Vlg. Pro Business

 

 

Es kann sein, dass geplante Paarungen zwischen wolfartigen Hunden und Schakalen erfolgreich waren und so ein Basenji Typ Hund, der Tesem entstand. "Schakale und Hunde kreuzen sich außerhalb der menschlichen Obhut nicht, obwohl sie ausgiebig dazu Gelegenheit hätten".   Prof. Dr. sc. Konrad Senglaub   Wildhunde   Haushunde Urania Vlg.

 

Der Totengott  Anubis  ein Schakal

Museum Kairo

 

 

 

Schakal und Basenji

 

 

  Äthiopischer Wolf canis simensis    Chabrackenschakal canis mesomelas

   

Fotos Wikipedia 

 

goatherd.org/wolf/02_systematic.html

 

canislupus.de/index.php?url0=htm/variationen.htm&active=2&sp=3&vm=1&vvm=0

 

  

Es wird vermutet, dass die Basenjis durch gezielte Züchtung Gene vom Schakal haben. Es fällt auf, dass die Ballenform  sich von anderen Hunderassen unterscheidet. Die Mittelzehen sind ein Stück zusammengewachsen. Moderne Gentechnik hat festgestellt, dass auch der Basenji vom Wolf abstammt. ( wahrscheinlich canis simensis )  Der ursprüngliche Basenji wird den  Schensi Hunden  der Äquatorial Zone zugeordnet.

 

 

 

 

Die weltbekannte Basenji Expertin  Miss Veronica Tudor-Williams verfasste einen Artikel über zentralafrikanische Basenji Hunde im Journal of the Sociaty for Preservation of the Fauna of the Empire Nr. 54  und nannte Basenjis ein "lebendes Fossil". Sie schrieb: "Es würde eine Tragödie sein, wenn Hunde von solch alter Herkunft, ancient Lineage, die unzählige Jahrhunderte lang ihre Identität bewahrt haben, jetzt als Folge der fortschreitenden Zivilisation uns für immer verloren gehen würden."

 

Es ist denkbar, dass der Basenji in Ägypten vorgefunden wurde, oder mit den Nubiern aus ihrer Heimat mitgebracht wurde. Die Nubier aus dem Sudan wurden Herrscher in Ägypten. In den Jahren 745-665 v. Chr. beherrschte Kusch die "kuschitische Dynastie" ganz Ägypten. Die Geschichte Sudans reicht bis in die Prädynastische Zeit zurück. Der katzenartige Hund wurde von diesem alten Kulturvolk  vermutlich sehr geschätzt. Er wird es in Afrika bis heute noch und sein Marktpreis ist entsprechend, wenn er zur Jagd taugt.

 

Möglicherweise gelangten Basenjis aber als Beute nach Ägypten, oder sie sind als Gastgeschenke aus  Zentralafrika, Tschad, Somalia, Sudan und dem Kongo Gebiet, auch heute sind sie dort noch vorhanden, zu den Pharaonen zusammen mit Pygmäen  mitgebracht worden.  Die  "Zwerge" waren als Gottestänzer bei den Pharaonen sehr hoch geschätzt. In einem Reisebericht der einzigen Pharaonin Hatschepsut werden mitgebrachte Hunde erwähnt. Waren diese Hunde Basenjis? Die Beschreibung der Hunde wäre passend.

 

 

 

 Basenji Typ Hund, ist es der Tesem Alt Ägyptens ?

 

Bilderwelten und Weltbilder der Pharaonen Philipp v. Zabern Vlg.

 

Die Vorfahren der Basenjis sind wahrscheinlich die Tesem genannten Hunde Alt Ägyptens. Der wissenschaftliche Beweis steht noch aus. Sicher ist, dass Basenjis vielfach abgebildet wurden und häufig waren. Bis in unsere Tage sind sie unverändert in Afrika zu finden. Sie haben Spitzohren, lange Beine und einen  Ringelschwanz und tragen oft eine Glocke am Halsband. Diese werden ihnen noch heute in Afrika umgebunden. Wie in der Pharaonenzeit in Alt Ägypten sind Basenjis auch heute Hunde die sehr wertvoll sind.

 

 

 

 

Basenji mit Glocke im Camp der Efe Pygmäen 1990

Courtesy Foto William Heeler   Efe Pygmies  Archers of the African Rain Forest  Rizzoli New York

 

 

Goldgewichte als Geld

 

 

 

Erzählungen aus Afrika

 

In manchen Gegenden von Afrika werden Geschichten erzählt, die davon berichten, dass Hunde den Göttern das Feuer gestohlen haben, so auch von Basenjis. Bei einigen afrikanischen Nomaden sind Basenjis als "sprechende Hunde" oder "Hexenhunde" bekannt. Je mehr Hunde ein Medizinmann besitzt, desto höher wird seine Heilkraft geschätzt. Bei Ritualhandlungen wurden sie immer, auch heute noch als Opfer verwendet. Es wird auch berichtet, dass mancher Basenji in den Kochtopf wandern musste, wenn er zur Jagd nicht geeignet war. Mit dem Niedergang der altägyptischen Kulturen verschwand auch das Wissen um die Basenjis. Sie wurden erst in der Neuzeit von Afrikaforschern  wieder entdeckt.

 

 

Rituale 

 

 

Goro-vodun medizinischer Kult bei den Efe um 1980.

Fotos   Soul of Africa   Koenemann Vlg.

 

 

 

 

 

Der Gott Egou, Verursacher von Autounfällen, verlangt Hundeblut.

Fotos   Die Medizin der schwarzen Götter   Haymon Vlg.

 

 

 

Wiederentdeckung der Basenjis

 

Im 19. Jahrhundert entdeckten europäische  Afrikaforscher  Basenjis in Zentralafrika. Dr. Georg Schweinfurth war der erste Forscher, der Basenjis beschrieb. Er ordnete diese den Spitzhunden zu, die  als Jagdhelfer nützlich waren.  Erster Bericht über Basenjis und ihre Heimat. Ihm gelang  auch die Auflösung eines uralten Rätsels der Völkerkunde mit der Auffindung der Akka Pygmäen. Er brachte als erster das Wissen über Pygmäen als gesicherte Kunde, nach Europa.  1895 werden auf der Cruft's Show ( England ) Basenjis ausgestellt. Es waren die ersten, die man in Europa zu sehen bekam. Um die Jahrhundertwende werden in europäischen Zeitungen "Congo Hunde" erwähnt, die sich in Zoologischen Gärten Europas befanden. z. B. in Berlin, und Paris.

 

 

Basenjis im Zoo Berlin

Foto Dr.O.Heinroth  Pariah Hunde R.Menzel

 

 

Bosc "Congo Terrier" Zoo Paris 1890

 

 

 

 

 

Unter schwierigen Bedingungen wurde im 20. Jahrhundert mit der Zucht begonnen. 1937 wurde die Zucht in England etabliert.    Zuchtbeginn 

 

 

 

 

Basenjis ausgestellt Cruft 1937

Foto The complete Basenji by Elspet Ford

 

 

Anfang des 21. Jahrhunderts werden zunehmend Felsenmalereien in den Höhlen Afrikas entdeckt. Neue archäologische  Forschungsergebnisse können mehr Wissen über Basenjis bringen.

              

Mehr Informationen   Basenji dog from the past von Forrest Bryant Johnson

 

 

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