BASENJI
AFRIKA HUND
Wissenswerte Basenji Informationen
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"Die Hunde sind wahrscheinlich die ältesten Haustiere der Menschheit."
Nach dem neuesten Stand der Forschung stammen alle Hunde ursprünglich aus Asien. Mit der Ausbreitung der Menschen kamen auch die Hunde in andere Gegenden der Welt. Der Urvater der Hunde ist der Wolf. Basenji Typ Hunde Schensis leben als Jagdhelfer in der Äquatorzone in Afrika, auf den Philippinen, auf West Papua Neuguinea mit den Korowai, auf Sumatra mit den Bakta, und auf Borneo mit den Dayak, unter ähnlichen Bedingungen und in ähnlicher Beziehung zu den Menschen. Auf Borneo gibt es noch wenige Zwergelefanten ebenso wie bei den Pygmäen im Ituri Regenwald.
Zwergelephanten
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Fotos: WWF-Canon/Rick Weyerhaeuser
In der Frühzeit der noch fruchtbaren Sahara, einer Savannen - Landschaft, lebten Nomaden. Sie domestizierten Wildtiere. Sie begannen Haustiere zu züchten. Das erste Haustier wurde der Hund, der bei der Jagd nützlich war. Als durch die Änderung der Monsunwinde die Sahara unfruchtbar wurde, wanderten die frühen Menschen ca. 7000 - 5000 v.Chr. mit ihren Jagdhunden an den Nil. Die Menschen wurden sesshaft. Die Pharaonenzeit begann.
Als Folge der bisher letzten Klima Veränderung in der Sahara vor ca.1000 Jahren wanderten die Menschen mit ihren Jagdhunden Richtung Süden. Es war der Beginn der Bantu-Wanderung in Afrika, einer Völkerwanderung erheblichen Umfangs. Die Bantus bewegten sich östlich bis zu den großen Seen und drangen südwärts in das Gebiet des Kongowaldes, dem heute übrig gebliebenem Lebensraum der Pygmäen, Zwergelefanten und Basenjis. Bis heute leben Basenjis in zwei verschiedenen Klimazonen, der Savanne und im Regenwald.
Savanne Regenwald
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Fotos Wikipedia
Schensis in Prädynastischer Zeit
SCHENSI LOGO © Jürg Furrer
Schensi-Basenji in Afrika
Foto J.Rotter mit freundlicher Genehmigung
Stammt der Schensi-Basenji aus der Sahara?
Vermutlich ja.
Schensis gehören im Gegensatz zu Pariahs, die herrenlos sind, zu einer Person, haben einen Namen und einen Wert, sei es persönlicher Art als Familienhund, oder als Marktwert. Schensi Hunde gehören zu den ältesten Vertretern des Canis familiaris. Basenjis, frühe Urhunde, die in Swahili ( Bantu Sprache ) als Schensi Hunde bekannt sind, erkennbar durch Stehohren, ein rötliches Fell und kurzes Haar, leben in der Äquatorzone, dem Hackbaugürtel. Basenjis leben im Rudel mit den Nomaden, sie müssen aber selbst mit für ihr Überleben sorgen. Die überzeugendste Theorie, die die Abstammung der Basenjis erklären könnte, bezieht sich auf die Felsenmalereien in der Sahara im Norden Afrikas. Die Felsenmalereien und Reliefs zeigen Jagdszenen mit Hunden, die Basenjis sehr ähnlich sind. Im 21.Jahrhundert sind weitere Malereien entdeckt und müssen ausgewertet werden.
Schensi Hunde Felsenzeichnung Teshouinat
Foto Sahara Art Rupestre Les Editions de L'amateur
Felsenmalerei mit Jagdhunden Tadrart
Foto Peter v. Sengbusch
Felsenrelief
ennedi.free.fr/photo5.html Jagd mit Basenjis
Die Ägypter gelten bei manchen Kynologen als die ältesten Hundezüchter der Welt. So ist denkbar, dass der Basenji im Zeitalter der Pharaonen planvoll gezüchtet wurde, als Familienhund und als Jagdhund. Es kann sein, dass geplante Paarungen zwischen wolfartigen Hunden und Schakalen erfolgreich waren und so ein Basenji Typ Hund, der Tesem entstand. "Schakale und Hunde kreuzen sich außerhalb der menschlichen Obhut nicht, obwohl sie ausgiebig dazu Gelegenheit hätten". Prof. Dr. sc. Konrad Senglaub Wildhunde Haushunde Urania Vlg.
Schakal und Basenji
Äthiopischer Wolf canis simensis Chabrackenschakal canis mesomelas
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Fotos Wikipedia
Es wird vermutet, dass die Basenjis durch gezielte Züchtung Gene vom Schakal haben. Es fällt auf, dass die Ballenform sich von anderen Hunderassen unterscheidet. Die Mittelzehen sind ein Stück zusammengewachsen. Warten wir ab, was die Genforschung herausfinden wird. Inzwischen hat moderne Gentechnik festgestellt, dass auch der Basenji vom Wolf, Canis lupus abstammt. Der ursprüngliche Basenji wird den Schensi Hunden der Äquatorial Zone zugeordnet.
Der Totengott Anubis
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Museum Kairo
Es ist denkbar, dass der Basenji in Ägypten vorgefunden wurde, oder mit den Nubiern aus ihrer Heimat mitgebracht wurde. Die Nubier aus dem Sudan wurden Herrscher in Ägypten. In den Jahren 745-665 v. Chr. beherrschte Kusch die "kuschitische Dynastie" ganz Ägypten. Die Geschichte Sudans reicht bis in die Prädynastische Zeit zurück. Der katzenartige Hund wurde von diesem alten Kulturvolk vermutlich sehr geschätzt. Er wird es in Afrika bis heute noch und sein Marktpreis ist entsprechend, wenn er zur Jagd taugt.
Basenji mit Glocke im Camp der Efe Pygmäen 1990
Courtesy Foto William Heeler Efe Pygmies Archers of the African Rain Forest Rizzoli New York
Goldgewichte als Geld
Möglicherweise gelangten Basenjis als Beute nach Ägypten, oder sie sind als Gastgeschenke aus Zentralafrika, Tschad, Somalia, Sudan und dem Kongo Gebiet, auch heute sind sie dort noch vorhanden, zu den Pharaonen zusammen mit Pygmäen mitgebracht worden. Die "Zwerge" waren als Gottestänzer bei den Pharaonen sehr hoch geschätzt. In einem Reisebericht der einzigen Pharaonin Hatschepsut werden mitgebrachte Hunde erwähnt. Waren diese Hunde Basenjis? Die Beschreibung der Hunde wäre passend.
Basenji Typ Hund, ist es der Tesem Alt Ägyptens ?
Bilderwelten und Weltbilder der Pharaonen Philipp v. Zabern Vlg.
Die Vorfahren der Basenjis sind wahrscheinlich die Tesem genannten Hunde Alt Ägyptens. Der wissenschaftliche Beweis steht noch aus. Sicher ist, dass Basenjis vielfach abgebildet wurden und häufig waren. Bis in unsere Tage sind sie unverändert in Afrika zu finden. Sie haben Spitzohren, lange Beine und einen Ringelschwanz und tragen oft eine Glocke am Halsband. Diese werden ihnen noch heute in Afrika umgebunden. Wie in der Pharaonenzeit in Alt Ägypten sind Basenjis auch heute Hunde die sehr wertvoll sind.
Bibliotheca Alexandrian Mosaic Hellenistic Period
bibalex.org/English/artsmuseums/antiquitiesmuseum/overview.htm
touregypt.net/featurestories/dogs.htm
Kalkstein Stele mit Hunden
Detail eines Halbreliefs der Mastaba von Achethotep Sakkara 1200 v. Chr.
Ein Basenji auf Entenjagd ?
curtesy British Museum
Basenjis geliebte Familienhunde im alten Ägypten Stele des Iti
curtesy Museo Antichita Egizie di Torino
bleedingeyeballs.com/basenjiart/artefacts.htm
Erzählungen aus Afrika
In manchen Gegenden von Afrika werden Geschichten erzählt, die davon berichten, dass Hunde den Göttern das Feuer gestohlen haben, so auch von Basenjis. Bei einigen afrikanischen Nomaden sind Basenjis als "sprechende Hunde" oder "Hexenhunde" bekannt. Je mehr Hunde ein Medizinmann besitzt, desto höher wird seine Heilkraft geschätzt. Bei Ritualhandlungen wurden sie immer, auch heute noch als Opfer verwendet. Es wird auch berichtet, dass mancher Basenji in den Kochtopf wandern musste, wenn er zur Jagd nicht geeignet war. Mit dem Niedergang der altägyptischen Kulturen verschwand auch das Wissen um die Basenjis. Sie wurden erst in der Neuzeit von Afrikaforschern wieder entdeckt.
Rituale
Goro-vodun medizinischer Kult bei den Efe um 1980.
Fotos Soul of Africa Koenemann Vlg.
Der Gott Egou, Verursacher von Autounfällen, verlangt Hundeblut.
Fotos Die Medizin der schwarzen Götter Haymon Vlg.
Wiederentdeckung der Basenjis
Im 19. Jahrhundert entdeckten europäische Afrikaforscher Basenjis in Zentralafrika. Dr. Georg Schweinfurth war der erste Forscher, der Basenjis beschrieb. Er ordnete diese den Spitzhunden zu, die als Jagdhelfer nützlich waren. Erster Bericht über Basenjis und ihre Heimat. Ihm gelang auch die Auflösung eines uralten Rätsels der Völkerkunde mit der Auffindung der Akka Pygmäen. Er brachte als erster das Wissen über Pygmäen als gesicherte Kunde, nach Europa. 1895 werden auf der Cruft's Show ( England ) Basenjis ausgestellt. Es waren die ersten, die man in Europa zu sehen bekam. Um die Jahrhundertwende werden in europäischen Zeitungen "Congo Hunde" erwähnt, die sich in Zoologischen Gärten Europas befanden. z. B. in Berlin, und Paris.
Basenjis im Zoo Berlin
Foto Dr.O.Heinroth Pariah Hunde R.Menzel
Bosc "Congo Terrier" Zoo Paris 1890
Unter schwierigen Bedingungen wurde im 20. Jahrhundert mit der Zucht begonnen. 1937 wurde die Zucht in England etabliert. Zuchtbeginn
Die weltbekannte Basenji - Expertin Miss Veronika Tudor - Williams verfasste einen Artikel über die zentralafrikanischen Basenji - Hunde ( Nr. 54 Journal of the Society for the Preservation of the Fauna of the Empire ) und nannte Basenjis ein " lebendes Fossil ". Sie schrieb: " Es würde eine Tragödie sein, wenn Hunde von solch alter Herkunft ( ancient lineage ), die unzählige Jahrhunderte lang ihre Identität bewahrt haben, jetzt als Folge der fortschreitenden Zivilisation uns für immer verloren gehen würden.
Basenjis ausgestellt Cruft 1937
Foto The complete Basenji by Elspet Ford
Anfang des 21. Jahrhunderts werden zunehmend Felsenmalereien in den Höhlen Afrikas entdeckt. Neue archäologische Forschungsergebnisse können mehr Wissen über Basenjis bringen.
Mehr Informationen Basenji dog from the past von Forrest Bryant Johnson